iPhone 12 und 12 Pro im Test: Was die neuen Apple-Telefone können

So einen Testablauf hatte ich noch nie: Um das wichtigste Feature der neuen iPhones 12 und 12 Pro – also 5G-Mobilfunk – auszuprobieren, musste ich eine Radtour machen. Erst sieben Kilometer von meinem Zuhause entfernt zeigten die beiden neuen Apple-Smartphones rechts oben auf dem Bildschirm „5G“ an. Dabei sollte ich laut Netzausbau-Karte der Telekom in meinem Garten 5G mit „bis zu 375 Mbit/s“, also 375 Megabit pro Sekunde empfangen können.

Dass die Realität davon weit entfernt ist, kann man Apple nicht anlasten, eher sollte die Telekom überprüfen, ob ihre Karten den Istzustand akkurat wiedergeben. Vor der Hamburger Niederlassung des Unternehmens am Überseering bekam ich zwar 5G-Empfang, kam dort laut der Test-App Speedtest aber auf nicht mal 40 Mbit/s, obwohl auch dort laut Telekom-Karte bis zu 375 Mbit/s möglich sein sollen. Immerhin: nur ein paar Hundert Meter entfernt zeigte mir Speedtest sogar 381 Mbit/s an.

Das ist vom oft angepriesenen Gigabit pro Sekunde zwar noch weit entfernt, aber immerhin schneller als LTE, das an derselben Stelle auf 222 Mbit/s kam. Was der kurze Test mit Fahrrad und iPhone 12 aber zeigt: Es lohnt sich zumindest derzeit noch lange nicht für jedermann und überall, wegen 5G ein neues Smartphone anzuschaffen.

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