Männer und ihre Essgewohnheiten: Wandel durch Mandel

Ich gehe gern zur Vorsorgeuntersuchung bei meiner Ärztin. Regelmäßig lasse ich mich durchchecken und habe selten etwas zu befürchten. Alles gut, das bekam ich voriges Mal wieder zu hören. Meine Blutwerte seien alle in Ordnung, tschüs, bis zum nächsten Jahr. Trotzdem fühlte ich mich seltsam. Ich hätte erleichtert sein können, war es aber nicht. Ich war darauf vorbereitet, dass die Ärztin mir etwas anderes mitteilt. Vielleicht, der eine Cholesterinwert sei viel zu hoch, auch Blutzuckerspiegel und Blutdruck. Und dass sie mich nachdenklich anblickt, während ich ihr gegenübersitze, sie meinen Bauch mustert und unverhohlen fragt: Wie ernähren Sie sich denn so?

Was ich mir insgeheim erhofft hatte, war ein Tritt in den Hintern. Ich wollte, dass mir medizinisch und ohne Umschweife attestiert wird, dass ich meine Gesundheit aufs Spiel setze. Dass ich aussprechen muss, was klar ist: Ja, ich ernähre mich ungesund, und das möchte ich ändern. Ich wollte mich aufscheuchen lassen aus meinen Essgewohnheiten. Diesmal aber wirklich. Stattdessen verließ ich die Arztpraxis mit einer Frage im Kopf: Warum ist es so schwer, aus eigenem Antrieb anzufangen?

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