Ein unliebsamer Zulieferer, Audioaufnahmen und ein Toter


Der VW-Thriller : Ein unliebsamer Zulieferer, Audioaufnahmen und ein Toter

Zwischen einem Leichenfund und der Abhöraffäre bei VW besteht ein Zusammenhang. Eine DNA-Analyse bestätigt die Identität von dem Mann, der Gespräche mitschnitt.

Das Volkswagen-Logo leuchtet an einem Werksgebäude.
Das Volkswagen-Logo leuchtet an einem Werksgebäude.Foto: Swen Pförtner/dpa

Nach dem Fund einer Leiche in einem brennenden Auto in Rottorf (Landkreis Helmstedt) steht fest, dass es sich um den mutmaßlichen konzerninternen Spitzel in der VW-Abhöraffäre handelt. Die DNA-Analyse habe ergeben, dass es der Halter des Fahrzeugs sei, sagte Staatsanwältin Julia Meyer am Samstag. Zuvor hatten mehrere Medien darüber berichtet. Wie Meyer weiter sagte, deutet vieles auf einen Suizid hin, was aber nicht abschließend geklärt ist.

Die Braunschweiger Staatsanwaltschaft hatte Angang August mitgeteilt, dass sie auch den Umständen eines möglichen Brandanschlags auf das Haus des Mannes auf den Grund geht. Demnach soll das Gebäude in einer kleinen Ortschaft im Mai in Flammen gestanden haben und vollständig zerstört worden sein.

Bei der kürzlich bekanntgewordenen Abhöraktion ging es um vertrauliches Audiomaterial aus einer VW-Arbeitsgruppe. Bevor der Konzern im März 2018 alle Verträge mit dem Zulieferer Prevent kündigte, sollen Unternehmensvertreter länger über den künftigen Umgang mit der Firma beraten haben. Aus den Mitschnitten soll deutlich werden, wie rigoros der weltgrößte Autobauer gegen den Zulieferer Prevent vorging, berichtet die Wirtschaftsnachrichtenseite „Business Insider.“

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Der jetzt tot aufgefundene ehemalige Volkswagen-Mitarbeiter soll diese Gespräche in den Jahren 2017 und 2018 heimlich mitgeschnitten haben. Die „Welt“ berichtet, dass der Mann erst wenige Tage vor seinem Tod freigestellt worden war – der Autobauer stellte eine Strafanzeige gegen ihn. Prevent erklärte bislang, die Tonbandaufnahmen nicht zu kennen, und weist den Verdacht zurück, mit einem Abhörangriff auf VW etwas zu tun zu haben.

„Haben Sie suizidale Gedanken oder haben Sie diese bei einem Angehörigen/Bekannten festgestellt? Hilfe bietet die Telefonseelsorge: Anonyme Beratung erhält man rund um die Uhr unter den kostenlosen Nummern 0800 / 111 0 111 und 0800 / 111 0 222. Auch eine Beratung über das Internet ist möglich unter http://www.telefonseelsorge.de. – Eine Liste mit bundesweiten Hilfsstellen findet sich auf der Seite der Deutschen Gesellschaft für Suizidprävention: https://www.suizidprophylaxe.de/hilfsangebote/adressen/.“ (Tsp, dpa)

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